Wählen Sie ein Land aus

Webseiten weltweit

Wählen Sie ein Land aus, um zur Webseite der jeweiligen STADA-Vertriebsgesellschaft zu gelangen.

Argentinien (1)

Belgien (1)

Bosnia-Herzegovina (1)

Kroatien (1)

Czech Republic (1)

Dänemark (1)

Italien (2)

Montenegro (1)

Rumänien (1)

Russland (1)

Serbien (1)

Slowenien (1)

Schweiz (1)

Ukraine (1)

Was sind Generika?

Ein wichtiger Geschäftsbereich von STADA ist die Herstellung und der Vertrieb von preiswerten Arzneimitteln, die allgemein als Generika bezeichnet werden. Was genau steckt eigentlich hinter diesem Begriff?

Bei Generika handelt es sich um Arzneimittel, die identische Wirkstoffe enthalten wie die ursprünglich patentierten Arzneimittel der Erstanbieter. Trotz der hohen Qualität sind Generika erheblich preiswerter.

Wie kommt es zu den deutlichen Preisunterschieden?

Pharmaunternehmen lassen sich ihre Arzneimittel aus eigener Forschung patentieren und sichern sich so für viele Jahre ein Monopol bei der Vermarktung dieser Arzneimittel. Das bedeutet, dass diese Unternehmen bei der Preisgestaltung keine anderen Wettbewerber fürchten müssen und somit hohe Preise verlangen können. Wenn jedoch die bis zu 25 Jahre andauernde Patentfrist des Erstanbieters für ein Arzneimittel abgelaufen ist, können andere Arzneimittelhersteller wie z.B. STADA diese lange bewährten Arzneimittel ebenfalls herstellen und zu erheblich günstigeren Preisen anbieten. Diese Arzneimittel nennt man Generika.

Wer kann sich über die günstigen STADA-Preise freuen?

Viele Generika-Präparate, die wir herstellen, sind rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich. Hier können Sie als Patient direkt von den deutlichen Preisunterschieden profitieren. Vergleichen Sie doch einfach einmal selbst die Preise! Es wird sich für Sie lohnen, in der Apotheke gezielt nach freiverkäuflichen STADA-Alternativen zu fragen.

Aber auch die rezeptpflichtigen STADA-Generika, die nur Ihr Arzt verschreiben kann, sorgen für erhebliche Einspareffekte in unserem Gesundheitssystem. Und damit ist natürlich uns allen geholfen, denn wir alle wollen, dass unser Gesundheitssystem bezahlbar und unsere Krankenkassenbeiträge stabil bleiben. Übrigens: über 70% der ärztlichen Verordnungen in Deutschland sind bereits Generika!

Gibt es Qualitätsunterschiede?

Alle in Deutschland zugelassenen Arzneimittel unterliegen den gleichen strengen Prüfungen und Qualitätskontrollen der staatlichen Aufsichtsbehörden wie die Originalpräparate. Auch ein Generikum muss das jeweilige Anforderungsprofil ohne jegliche Abstriche in allen Punkten erfüllen. Die Wirksamkeit und die Sicherheit des Generikums entspricht der des ursprünglich patentierten Originalarzneimittels. Wir stellen höchste Qualitätsansprüche. Erfahrung und Sorgfalt in der Entwicklung und Zulassung, Kompetenz in der Produktion garantieren Ärzten und Patienten sichere Produkte und Therapien.

Immer günstig und leicht zu erkennen: STADA-Generika!

Unsere Generika sind nicht nur günstig, sie sind anhand ihrer Verpackung auch sehr leicht zu erkennen. Schauen Sie doch in der Apotheke einfach mal nach dem STADA-Logo und der roten Ecke. Der Name unserer Generika setzt sich fast immer zusammen aus der Wirkstoffbezeichnung und dem Namen des Arzneimittelherstellers (z. B. ASS STADA®).

 

Was sind Biosimilars?

 

Biosimilars sind Kopien biotechnologisch hergestellter Arzneimittel, die als Biopharmazeutika bekannt sind. Es handelt sich dabei um Wirkstoffe, die aus lebenden Zellen von Pflanzen oder Tieren gewonnen werden. Biopharmazeutika spielen mittlerweile eine wichtige Rolle bei der Behandlung vieler schwerer Krankheiten wie Osteoporose, Arthritis und Krebs. Im Vergleich zu Generika, also Kopien chemisch hergestellter Arzneimittel, sind bei Biosimilars wesentlich mehr Zeit und Aufwand für die Entwicklung nötig. Zudem bedarf es der Kontrolle des Herstellungsprozesses und die Menge an Daten, die zur Zulassung eingereicht werden muss, ist wesentlich umfangreicher. Ein Grund dafür ist die deutlich komplexere Struktur von biotechnologischen Arzneimitteln im Vergleich zu chemisch hergestellten. Auf der anderen Seite führt der komplexe Produktionsprozess innerhalb lebender Organismen zu natürlichen Schwankungen, die auch in Originalpräparaten auftreten. Das wiederum bedeutet, dass Biosimilars nie identische Kopien der ursprünglichen Präparate sind. Die Unterschiede müssen sich jedoch innerhalb strenger Grenzwerte bewegen, damit das Biosimilar mit seinem Referenzprodukt vergleichbar bleibt. Für Unternehmen, die Biosimilars herstellen, sind diese engen Grenzen mit hohen Kosten verbunden, sei es in Bezug auf die Entwicklung, klinische Studien, die Qualitätssicherung in Hightech-Produktionsprozessen oder auf die Zulassung. In diesem letzten Schritt bestätigt die zuständige Behörde in jedem Einzelfall, ob das Biosimilar dem Originalprodukt in Sachen Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit entspricht.


Ein Biosimilar-Arzneimittel wird in enger Anlehnung an ein bereits bestehendes biologisches Medikament („Referenzmedikament“) entwickelt, sie sind also im Wesentlichen identisch.

Biosimilars sind etwa 20 – 25 Prozent günstiger als die Originalpräparate.1
1 Pro Generika e.V.

Mythen und Fakten

MYTHOS: Biosimilars können genauso wie Generika zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden.

FAKT: Biosimilars müssen in einem sehr komplexen Verfahren hergestellt und umfassend getestet werden. Obwohl sie also billiger sein können als das Referenzmedikament, belaufen sich die Einsparungen nur auf etwa 20–25 Prozent statt auf 65 Prozent wie bei Generika.

MYTHOS: Mit den derzeit verfügbaren Biosimilars ist das Behandlungsspektrum bereits ausgeschöpft.

FAKT: Das Spektrum von Biosimilars wird sich enorm ausweiten. Derzeit durchlaufen diverse Projekte Zulassungsverfahren, einschließlich Biosimilars für Adalimumab, Trastuzumab und Rituximab. Viele andere Biosimilars für weitere Indikationen befinden sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase.

MYTHOS: Biosimilars sind von geringerer Qualität als die Referenzprodukte.

FAKT: Hersteller von Biosimilars müssen nachweisen, dass Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit denselben Standard haben, der auch für die Zulassung des Referenzmedikaments gilt. Somit ist die Qualität gleich.

MYTHOS: Biosimilars werden das Gesundheitssystem vermutlich finanziell nicht entlasten können, da die Verkaufspreise kaum niedriger sind als für Referenzpräparate.

FAKT: Aufgrund des hohen Preisniveaus im Bereich der Biopharmazeutika führen selbst geringe Preisreduzierungen im Gesundheitssystem insgesamt schon zu erheblichen Einsparungen.

MYTHOS: Nebenwirkungen treten bei Biosimilars häufiger auf.

FAKT: In den Zulassungsverfahren muss bei Biosimilars nachgewiesen werden, dass sowohl das Spektrum der Wirkungen als auch das der Nebenwirkungen mit dem des Referenzmedikaments vergleichbar ist.

MYTHOS: Die Einführung von Biosimilars birgt das Risiko neuer unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei längst gängigen Wirkstoffen.

FAKT: Seit der Zulassung des ersten Biosimilars wurden weder neue unerwünschte Arzneimittelwirkungen für diese Wirkstoffe gemeldet, noch wurde die Vermarktungszulassung für ein Biosimilar aus Sicherheitsgründen entzogen.

Sind Biosimilars günstiger als die Originalpräparate?

Nach Patentablauf eines Biopharmazeutikums des Originalherstellers kann das Medikament auch von anderen Herstellern produziert und verkauft werden. Dies führt zu mehr Wettbewerb und sinkenden Preisen.

Der Preisunterschied zwischen einem Biosimilar und dem Originalpräparat ist allerdings kleiner als der zwischen einem Generikum und dem Originalarzneimittel, denn: Biosimilars werden in sehr komplexen biotechnologischen Verfahren hergestellt und die Hersteller müssen für klinische Studien, die anspruchsvollen Produktionsprozesse und die Zulassung durch die Europäische Zulassungsbehörde hohe Investitionen tätigen.

Dennoch bieten Biosimilars einen klaren Preisvorteil gegenüber den Originalpräparaten. Dieser liegt laut aktuellen Erhebungen bei ca. 20 bis 25% (Quelle: Pro Generika e.V.), wodurch die Gesundheitssysteme deutlich entlastet werden können.

Sind Biosimilars gleichwertig zu den ursprünglichen Biopharmazeutika?

Bevor in Deutschland und in den anderen Ländern der EU ein Biosimilar auf den Markt kommt, wird es von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in Bezug auf Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit geprüft. Mit einer Zulassung des Medikaments wird letztlich durch die Europäische Kommission bestätigt, dass das Biosimilar in Bezug auf die Wirkung, die Qualität und die Sicherheit gleichwertig zu dem Originalpräparat ist. Nach der Zulassung unterliegen die Biosimilars denselben strengen Auflagen und fortlaufenden Überwachungen durch die Behörden wie die Präparate der Originalhersteller.

Welche Biosimilar-Präparate gibt es von STADA?

STADA hat in diesem noch jungen Arzneimittelbereich schon langjährige Erfahrungen. Bereits seit 2008 gibt es von STADA ein Biosimilar für die Therapiebereiche Nephrologie und Onkologie. Im August 2014 wurde ein weiteres Biosimilar für die Indikation Chemotherapie-induzierte Neutropenie eingeführt.

Darüber hinaus besteht seit 2011 eine Kooperation mit Gedeon Richter, unter anderem für ein Biosimilar, das im onkologischen Bereich beispielsweise bei Non-Hodgkin-Lymphomen eingesetzt wird oder zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis Verwendung findet. Bei erfolgreicher Entwicklung sollte dieses Präparat im Jahr 2018 eingeführt werden.

Des Weiteren haben wir unser Biosimilar-Portfolio im Jahr 2014 durch die Einlizenzierung eines Biosimilars für die Indikation Osteoporose erweitert, von dessen Einführung wir bei erfolgreicher Entwicklung und nach Ablauf des Patentschutzes aus heutiger Sicht im Jahr 2019 ausgehen. Zudem prüfen wir kontinuierlich Optionen zur Einlizenzierung von Biosimilars für verschiedene Indikationen mit dem Ziel, unser Biosimilar-Portfolio auch künftig weiter ausbauen zu können.

Im Jahr 2015 wurde außerdem ein Lizenz- und Vertriebsabkommen mit Gedeon Richter für ein Biosimilar zur Behandlung von Neutropenien abgeschlossen, das zum Patentablauf 2017 auf den Markt kommen soll. Diese Erkrankung tritt häufig begleitend zu zytotoxischen Chemotherapien auf und beschreibt eine Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen.