STADA Health Report 2026: 82 Prozent der Europäer stehen einer Rolle der KI in ihrer Gesundheitsversorgung offen gegenüber

06.07.2026


  • STADA Health Report 2026: unabhängige, repräsentative Umfrage in 20 europäischen Ländern zeigt, dass künstliche Intelligenz (KI) bereits in die persönliche Gesundheitsversorgung der Europäer integriert ist. 82 Prozent stehen einer Rolle der KI in ihrer Gesundheitsversorgung offen gegenüber, 55 Prozent nutzen KI aktiv im Zusammenhang mit ihrer Gesundheit.

  • Gleichzeitig hat Vertrauen nach wie vor ein menschliches Gesicht: 77 Prozent der Europäer verlassen sich bei gesundheitsbezogenen Entscheidungen auf ihren Hausarzt oder andere medizinische Fachkräfte, und rund 8 von 10 bevorzugen einen persönlichen Termin bei ihrem Arzt.

  • STADA-CEO Peter Goldschmidt: „Die Debatte um mündige, selbstbestimmte Patienten gewinnt zunehmend an Dynamik, und die künstliche Intelligenz treibt diese Entwicklung in deutlich schnellerem Tempo voran. Die Menschen sind nicht mehr nur Patienten, die in einer Warteschlange stehen. Sie sind aktive Akteure, die eigenes Handeln, digitale Hilfsmittel und fachliche Beratung zu etwas Neuem verbinden. Alle Akteure im Gesundheitswesen müssen sich an diese Veränderungen anpassen und entsprechend handeln.“

 

Bad Vilbel, Deutschland - 06.07 2026 – Der STADA Health Report 2026 beleuchtet die europäische Gesundheitslandschaft, die von gegensätzlichen Kräften geprägt ist: Gesundheitssysteme unter anhaltendem Druck, eine Bevölkerung, die befähigt ist, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, und der rasante Einzug der KI in den Alltag der persönlichen Gesundheitsversorgung. Zum ersten Mal ist diese Technologie kein Zukunftsszenario mehr, sondern ein Werkzeug, das die Europäer bereits nutzen.

Kontinentweit hat sich die Zufriedenheit mit den Gesundheitssystemen nicht erholt: Nur 56 Prozent der Menschen sind zufrieden – praktisch unverändert gegenüber den 58 Prozent aus dem Jahr 2025 und eine Fortsetzung der seit dem Rückgang nach der Pandemie anhaltenden Stagnation.

Auf die Frage nach den größten gesundheitlichen Herausforderungen in ihrem Land nennen 67 Prozent einen Mangel an medizinischem Fachpersonal und die daraus resultierenden langen Wartezeiten. Auch der Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung ist gefährdet: 43 Prozent nennen dies als zentrales Anliegen, neben der alternden Bevölkerung sowie chronischen Gesundheitsproblemen (56 Prozent) und der wachsenden Zahl von Menschen mit psychischen Problemen (53 Prozent). Auf die Frage, was sie als Erstes ändern würden, wenn sie Gesundheitsminister wären, würden 58 Prozent der Verringerung der Wartezeiten durch eine Erhöhung der Verfügbarkeit von medizinischem Fachpersonal Priorität einräumen, und 49 Prozent würden den Zugang zur Grundversorgung verbessern.

Als Reaktion auf diesen Druck übernehmen die Europäer eine aktivere Rolle bei der Gestaltung ihrer Gesundheit. 78 Prozent fühlen sich gut gerüstet, sich selbst zu versorgen, 94 Prozent greifen bei zumindest einigen Gesundheitsproblemen zur Selbstmedikation. Die Mehrheit (85 Prozent) nutzt zudem ein oder mehrere Hilfsmittel – von Fitness-Trackern bis hin zu Messgeräten für zu Hause –, um ihre Gesundheit zu überwachen.

Breite Akzeptanz für den Einsatz von KI im Gesundheitsbereich
Im Einklang mit diesem wachsenden Bewusstsein und der zunehmenden Eigen-verantwortung in Gesundheitsfragen hat KI Einzug in den Alltag gehalten: 55 Prozent der Europäer nutzen sie derzeit im Zusammenhang mit ihrer Gesundheit, 82 Prozent stehen dem Einsatz von KI in ihrer Versorgung offen gegenüber. Ein erheblicher Anteil (43 Prozent) wäre sogar bereit, seine gesamten Gesundheitsdaten der KI zugänglich zu machen, um Diagnose, Prävention oder Behandlung zu verbessern, und 49 Prozent vertrauen bereits einer KI-Diagnose oder wären bereit, ihr zu vertrauen.

Trotz des Einsatzes von KI behält das Vertrauen sein menschliches Gesich
Besteht also die Gefahr, dass Ärzte und Apotheker angesichts des wachsenden Einflusses der KI an Bedeutung verlieren? Das Gegenteil ist der Fall. Nicht nur bezeichnet die Mehrheit ihren Hausarzt (77 Prozent) und Apotheker (57 Prozent) als wichtigsten Einflussfaktor bei gesundheitsbezogenen Entscheidungen, die Europäer ziehen auch eine klare Grenze für den Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung. Am größten ist die Offenheit bei administrativen und Überwachungsaufgaben, wie der Terminvereinbarung und Nachsorge durch KI (50 Prozent), dem Anfertigen von Notizen während Arztbesuchen und der Überwachung chronischer Erkrankungen (36 Prozent). Kurz gesagt: KI ist als Assistent im Gesundheitswesen willkommen, aber die Europäer wollen, dass Entscheidungen weiterhin von einem echten Menschen getroffen werden. Tatsächlich sind 38 Prozent ausdrücklich besorgt über eine verminderte menschliche Interaktion in einem KI-gesteuerten System, und 35 Prozent befürchten, dass die Qualität der Kommunikation mit Fachkräften im Gesundheitswesen sinken könnte.

Die Rolle der Fachkräfte im Gesundheitswesen entwickelt sich weiter
Entscheidend ist, dass die Europäer nicht wollen, dass Fachkräfte im Gesundheitswesen angesichts des Vormarsches der KI in den Hintergrund treten, sondern dass sie mehr Verantwortung übernehmen. 41 Prozent der Europäer erwarten von ihnen, dass sie mehr digitale und Fernkonsultationen anbieten, 30 Prozent erwarten, dass sie als vertrauenswürdige menschliche Ansprechpartner noch wichtiger werden, und 26 Prozent erwarten, dass sie als Berater und Vermittler fungieren, die Patienten dabei helfen, sich in einer ständig wachsenden Flut von Gesundheitsinformationen zurechtzufinden. Nur 20 Prozent glauben, dass die Bedeutung von Fachkräften im Gesundheitswesen aufgrund von KI abnehmen wird. Mit anderen Worten: KI verändert die Rolle der Fachkräfte im Gesundheitswesen, erweitert sie jedoch eher, als dass sie sie einschränkt.

Die Ergebnisse des STADA Health Reports 2026 beschreiben eine Realität im Gesundheitswesen, in der mündige Patienten, digitale Tools und menschliches Fachwissen keine getrennten Welten mehr sind. „Zu den vielen eindeutigen Erkenntnissen dieses Berichts gehört, dass dieser Wandel keine vorübergehende Notlösung für ein überlastetes System ist – er wird zum Modell an sich“, fasst Peter Goldschmidt zusammen. „Selbst unter denjenigen, die der KI am offensten gegenüberstehen, besteht der Wunsch nach Unterstützung, nicht nach Ersatz. Apotheken sind für die meisten Europäer einer der zugänglichsten und vertrauenswürdigsten Ansprechpartner im Gesundheitssystem – und die Frage ist nicht, ob sie sich verändern werden, sondern wie sie sich zu Dreh- und Angelpunkten entwickeln, die menschliches Fachwissen mit der Geschwindigkeit und Reichweite digitaler Tools verbinden.“

STADA Health Report:
Unabhängige repräsentative Online-Umfrage von Human8 im Auftrag von STADA. Zeitraum der anonymen Umfrage: Februar-März 2026. Stichprobe: Jeweils zwischen 500 und 2.000 Befragte aus Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Italien, Kasachstan, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Spanien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und Usbekistan.

Über STADA Arzneimittel AG 
STADA hat ihren Sitz im hessischen Bad Vilbel. Das Unternehmen setzt auf eine Drei-Säulen-Strategie bestehend aus Consumer Healthcare Produkten, Generika und Spezialpharmazeutika. Weltweit vertreibt STADA ihre Produkte in mehr als 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte STADA einen Konzernumsatz von 4.296 Millionen Euro und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adj. cc EBITDA) von 961 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte STADA weltweit 11.670 Mitarbeiter.

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