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Drei Fragen an den Finanzvorstand Helmut Kraft anlässlich der Halbjahresergebnisse

  • 07.08.2014
  • Ad-hoc-Meldung

Anlässlich der Halbjahresergebnisse am 7. August 2014 beantwortet der Finanzvorstand Helmut Kraft einige Fragen zu seinem Bereich.

Wie sah die Entwicklung des Umsatzes in H1/2014 aus? Was waren hier die Treiber?  
Nachdem der Umsatz im ersten Quartal noch um 7% zunahm, hat sich das Wachstum zum Ende des Halbjahres etwas abgeschwächt. Insgesamt konnten wir aber ein Umsatzwachstum von 4% im Halbjahr erzielen – angesichts des schwierigen Marktumfelds insbesondere in Russland ein aus unserer Sicht sehr solides Ergebnis.
Wachstumstreiber im ersten Halbjahr war vor allem der Markenproduktbereich (bereinigt +5%). Allerdings konnten wir die außerordentlich hohen Wachstumsraten des ersten Quartals im Halbjahr nicht wiederholen, da der hohe Umsatzanstieg im ersten Quartal durch Vorzieheffekte wie eine frühe Auslieferung unseres Markenprodukts Ladival und vorzeitige Bestellungen in der Ukraine im Vorfeld einer angekündigten Mehrwertsteuer-Einführung begründet war. Außerdem blieb die Nachfragesituation in Russland unverändert schwierig. Der Bereich Generika war wie erwartet rückläufig (bereinigt -3%), wobei sowohl das ruinöse Rabattgeschäft in Deutschland als auch die aktuelle Nachfrageschwäche in Russland belasteten.

Hervorzuheben im ersten Halbjahr ist die gute Performance in der Marktregion Zentraleuropa (bereinigt +3%), in der insbesondere Belgien, Italien, UK und Spanien ein erfreuliches Wachstum zeigten.
Für das Gesamtjahr 2014 erwarten wir unverändert ein leichtes Umsatzwachstum in der Gruppe.
 
Können Sie uns Ihre Finanzierungsstrategie erläutern?
Unser oberstes Ziel ist es, zu jedem Zeitpunkt über ausreichend Liquidität zu verfügen. Dafür sind unter anderem sowohl eine langfristige Finanzierung als auch eine ausgewogene Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wichtig. Wir möchten außerdem nicht zu abhängig von einzelnen Banken sein. Daher finanzieren wir uns hauptsächlich über den Kapitalmarkt anhand von Schuldscheindarlehen und Anleihen.

Per Definition verfolgt STADA ein risikoarmes Geschäftsmodell, das uns mehr Spielraum bei der Finanzierung bietet. Anders als die forschenden Pharmaunternehmen haben wir keine bis geringe Entwicklungsrisiken, ein diversifiziertes Produkt-Portfolio und wir müssen weniger liquide Mittel für Haftungsrisiken zurückstellen, da unsere Produkte seit langem am Markt etabliert sind.

Mit dem zum Ende des 1. Halbjahres akquisitionsbedingt angestiegenen Leverage-Ratio von 3,5, also dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA, fühlen wir uns grundsätzlich wohl. STADA ist nach wie vor ein auf Wachstum ausgerichtetes Unternehmen. Unser internes Ziel ist es jedoch, den Leverage durch unsere Ertragskraft innerhalb von 12 bis 18 Monaten immer wieder auf einen Wert von drei zurückzuführen. Momentan sehen wir noch Kapazität für kleinere Akquisitionen.
 
Was ist Ihre Einschätzung für die Entwicklung der Steuerquote für das laufende Jahr?
Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Höhe der Ertragsteuern in den ersten sechs Monaten 2014 auf 21,8 Mio. €. Die Steuerquote beträgt damit 24%, um Sondereffekte bereinigt sogar 22,5%. Damit hat sie sich um mehr als elf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Diese sehr deutliche Rückführung der Steuerquote ergibt sich im Wesentlichen aus einer geänderten Ergebnisallokation: seit Ende 2013 und mit Abschluss des „STADA – build the future“-Programms übernehmen wir hier in Deutschland die zentralen Dienstleistungsfunktionen für den Konzern. Dafür haben wir gleichzeitig das entsprechende Verrechnungspreismodell angepasst.

Zusätzlich haben wir ab dem ersten Quartal 2014 bestehende steuerliche Zinsvorträge genutzt, die in den Vorperioden aus der in Deutschland geltenden Regelung bezüglich der so genannten Zinsschranke resultierten.
Hinsichtlich der Entwicklung für 2014 hatten wir uns das Ziel gesetzt, eine bereinigte Steuerquote von 26%-28% zu erreichen. In Anbetracht der Ergebnisse des ersten Halbjahres sind wir sehr zuversichtlich, dass wir für das Gesamtjahr eher am unteren Ende dieser Spanne liegen werden.