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55 Prozent der Europäer nutzen bereits KI für ihre Gesundheit. Die Frage ist also nicht mehr, ob die Zukunft digital sein wird – sie ist es bereits. KI ist stets nur einen Klick entfernt, und etablierte Versorgungswege verändern sich. Doch in diesem Wandel senden die Europäer ein bemerkenswert eindeutiges Signal: Technologie ist willkommen, solange eine vertrauenswürdige Person mit am Tisch sitzt. Was sich abzeichnet, ist keine Übergabe vom Menschen an die Maschine, sondern eine neue Arbeitsteilung zwischen beiden. Wer soll dich auf deinem Gesundheitsweg begleiten? Wo soll deine Versorgung stattfinden? Und was erwartest du von dem System, das gerade um dich herum Gestalt annimmt?
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Wenn du eine Frage zu deiner Gesundheit hast, wessen Meinung ist dir am wichtigsten? Wessen Antwort beruhigt dich am ehesten?

Für die meisten Europäer ist die Antwort klar: 77 Prozent sagen, dass Hausärzte sowie andere medizinische Fachkräfte ihre gesundheitsbezogenen Entscheidungen prägen. In Spanien und Portugal (jeweils 90 Prozent) sowie in Belgien (88 Prozent) ist man der ärztlichen Meinung gegenüber besonders empfänglich. Apotheker sind die zweitwichtigste Einflussgruppe in Europa (57 Prozent) – das macht Apotheken zu einem der wichtigsten realen Gesundheits-Touchpoints, besonders in der Slowakei (74 Prozent), Portugal (71 Prozent) sowie Belgien und Spanien (jeweils 68 Prozent). Auch Lebenspartner (56 Prozent) sowie Familienmitglieder (55 Prozent) spielen eine bedeutende Rolle bei Gesundheitsentscheidungen.
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Passend zu dieser Vorliebe für Expertenmeinungen zeigen Europäer eine klare Präferenz für von Menschen angebotene Gesundheitsleistungen gegenüber Online-Alternativen.
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Die Apotheke der Zukunft: zugänglicher und mit mehr Befugnissen
Welche Rolle spielen Apotheken in deiner Vision einer zukünftigen Gesundheitsversorgung? Apotheken bleiben eine wichtige Anlaufstelle, doch neue digitale Gesundheits-Touchpoints gewinnen an Bedeutung. Die Verbindung beider Welten wird über die Zukunft der Gesundheit entscheiden. Und Europäer haben konkrete Anforderungen an Apotheken, damit sie in der sich wandelnden Gesundheitslandschaft relevant bleiben: Bei den meisten geht es darum, die Rolle von Apothekenteams zu erweitern, nicht sie zu ersetzen. Wirf einen Blick auf die Priorisierung – die meistgewünschten Innovationen erweitern den Zugang zu Gesundheitsleistungen und sind komfortabler. Und doch bleibt der Apotheker fast immer im Spiel:

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Was erwarten wir wirklich von KI im Gesundheitswesen?
Hast du dir, abgesehen vom gelegentlichen Symptom-Check, schon einmal überlegt, wie KI deine Gesundheit künftig unterstützen wird? Schon die Erwartungen an die Apotheke der Zukunft deuten an, welche Rolle Europäer der KI in ihrer Versorgung zuweisen: Sie soll systemische Probleme lösen, nicht zwischenmenschliche. Nur 28 Prozent finden, dass ihr Gesundheitssystem digitale Tools aktuell gut unterstützt, das Verlangen nach KI-getriebenen Verbesserungen ist also real. Kurz gesagt: Europäer wollen, dass KI das richtet, was das System nicht hinbekommt – Tempo, Zugang, Kosten –, aber über vertrauenswürdige menschliche Kanäle und nicht als deren Ersatz.

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Ärzte verschwinden nicht – ihre Rolle wandelt sich
Wenn KI mehr von der Systemlast übernimmt, was passiert dann mit den Ärzten? Wie im Fall der Apotheker glauben die meisten Europäer, dass KI mit mehr Effizienz ihre Fähigkeiten beflügelt, statt ihren Platz einzunehmen. Indem Routineaufgaben abgegeben werden, können sich Ärzte besser auf ihre Patienten konzentrieren und werden zu deren Begleitern in einem zunehmend digitalen System. Nur 20 Prozent erwarten, dass medizinische Fachkräfte durch KI an Bedeutung verlieren.
Stattdessen zeichnen sich drei neue Rollen ab:
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Die Aussicht aufs Älterwerden prägt die Entscheidungen von heute
Wie denkst du übers Älterwerden? Wenn KI für Effizienz, schnellere Diagnosen und intelligentere Prävention sorgt, sind diese Erfolge kein Selbstzweck, sondern Mittel zu einem höheren Ziel: mehr gesunde Lebensjahre. Wie blicken Europäer also aufs Altern, und wie weit würden sie gehen, um auf dem Weg dorthin gesund zu bleiben? Wenn du im Hinblick aufs Altern gemischte Gefühle hast, gehörst du zur Mehrheit: 54 Prozent sagen, dass sie sich Sorgen darüber machen
Negative Assoziationen mit dem Alter sind ungleich verteilt. Am deutlichsten ist die Trennlinie bei der mentalen Gesundheit: 72 Prozent der Europäer, die ihre mentale Gesundheit als schlecht einschätzen, machen sich Sorgen wegen des Älterwerdens – gegenüber nur 47 Prozent derjenigen mit guter mentaler Gesundheit. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es einen deutlichen Unterschied: Während fast jeder zweite Mann (49 Prozent) dem Alter mit Sorge entgegenblickt, gilt das für 59 Prozent der Frauen. Potenzielle Krankheit (65 Prozent) und körperlicher Verfall (64 Prozent) stehen ganz oben, gefolgt von der Möglichkeit, von anderen versorgt werden zu müssen (58 Prozent) und an mentaler Kapazität einzubüßen, etwa durch Demenz oder Alzheimer (56 Prozent). Mit Schmerzen leben zu müssen (47 Prozent), finanzielle Probleme (46 Prozent) und Angehörigen zur Last zu fallen (45 Prozent) treibt viele um. Einsamkeit (41 Prozent) und möglicherweise in eine Pflegeeinrichtung zu müssen (31 Prozent) runden den Sorgenkatalog ab. Dies sind keine abstrakten Ängste: Sie decken sich fast vollständig mit den identifizierten Lücken in der Altenversorgung und psychischen Gesundheitsversorgung, die die Menschen heute in ihren Systemen beobachten. Angst vor dem Alter dominiert in Litauen, Polen, Tschechien, Frankreich, Spanien, der Slowakei, Belgien, Italien, Portugal, UK, Irland, Bulgarien, Ungarn und Deutschland.
Trotzdem werden auch die Vorteile des Älterwerdens gesehen, insbesondere mit Blick auf Zeit und Freiheiten: 55 Prozent freuen sich auf mehr Zeit für sich, ihre Hobbys und Familien, 42 Prozent auf weniger Stress und 39 Prozent auf die Rente. Und auch weniger offensichtliche Vorteile werden genannt: Anerkennung dessen, worauf es im Leben wirklich ankommt (32 Prozent), finanzielle Sicherheit (31 Prozent), Altersweisheit (28 Prozent) und mehr Selbstbewusstsein (28 Prozent) werden als positiv bewertet. Für viele ist Altern nicht nur etwas zum Fürchten, sondern etwas, in das man hineinwachsen muss. Die Menschen in Serbien, Kasachstan, der Schweiz, Usbekistan, Österreich und Rumänien sehen tendenziell eher die positiven Seiten des Alterns.

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Würdest du Gewohnheiten gegen Lebensjahre tauschen?
Ist es dir wichtig, möglichst lange zu leben? Auch wenn die Angst vor dem Älterwerden überwiegt, sagen drei von vier Europäern, dass es ihnen persönlich wichtig ist, möglichst alt zu werden – angeführt von der Slowakei (84 Prozent), Usbekistan und Spanien (jeweils 83 Prozent). Aber was sind die Menschen bereit, dazu beizutragen?
82 Prozent der Europäer würden einem Gentest zustimmen, wenn ihr Arzt ihn empfiehlt, um künftige Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Auch im Alltag sind sie theoretisch bereit, sich einzuschränken, um später mit einem längeren Leben beglückt zu werden.

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Die hybride Zukunft ist hier
Die Zukunft der Gesundheit ist keine Entscheidung zwischen digital und menschlich. Sie ist die bewusste Verbindung beider Welten: persönlich, wenn es am wichtigsten ist, online für den leichteren Alltagszugang, ergänzt durch KI für Tempo und Skalierbarkeit – mit vertrauenswürdigen medizinischen Fachkräften, die Europäern helfen, nicht nur länger, sondern auch besser zu leben. Die Menschen in Europa sind sich einig, wer am Steuer sitzen sollte, und sie ziehen klare Grenzen dabei, wie ihre Versorgung gestaltet sein soll. Gleichzeitig lautet ihre Botschaft nicht „Nein zu Innovation“, sondern „Ja, aber mit Sinn und Verstand“. Europa hat seine Wahl getroffen







