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Hast du das Gefühl, deine Gesundheit im Griff zu haben? Fast acht von zehn Europäern trauen sich zu, selbst für ihr Wohlergehen zu sorgen. Doch was nach Selbstbestimmung klingt, ist auf den zweiten Blick komplizierter: Weil viele mit ihrem Gesundheitssystem unzufrieden sind, bleibt ihnen oft kaum etwas anderes übrig, als selbst aktiv zu werden – aus Notwendigkeit, nicht aus freien Stücken. Das treibt sie nicht nur dazu, verstärkt KI für sich zu nutzen, sondern auch, riskante Entscheidungen zu treffen. Und längst nicht alle fühlen sich dafür gut genug gewappnet.
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Selbstsicher oder zurückhaltend – wie bewertet Europa seine Gesundheitskompetenz?
Die Menschen in Europa nehmen ihre Gesundheit zunehmend selbst in die Hand – doch manche fühlen sich dabei deutlich sicherer als andere.

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Wann hast du dir zuletzt eigenmächtig Medikamente verordnet?
Wir alle haben wohl schon mal Ibuprofen gegen Kopf- oder Muskelschmerzen genommen. Doch was passiert, wenn Selbstmedikation – ganz ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker – zur Regel wird? Zwar fühlen sich die meisten Europäer gut gerüstet, um auf ihre Gesundheit zu achten. Doch wie oft sie eigenständig zu Medikamenten greifen, geht weit darüber hinaus: 94 Prozent – also so gut wie alle in Europa – behandeln sich selbst mit Medikamenten. Auslöser sind vor allem leichte Schmerzen (75 Prozent) und Erkältungs- oder Grippesymptome (75 Prozent), gefolgt von leichten Magen-Darm-Beschwerden (49 Prozent). Ein Blick auf die Beweggründe zeigt: Dahinter steckt oft etwas Grundsätzlicheres – nämlich das System selbst.

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Wie Europäer zu KI im Gesundheitswesen stehen
Was früher eine schnelle Google-Suche war, ist heute immer öfter ein KI-Prompt. 55 Prozent der Europäer geben an, KI in Bezug auf ihre Gesundheit zu nutzen – am häufigsten, um Diagnosen zu verstehen (29 Prozent), für präventive Lifestyle-Unterstützung wie Ernährungs- und Fitnesspläne (23 Prozent) oder zur Vorbereitung auf Arzttermine (17 Prozent).
Im Ländervergleich zeigt sich: KI spielt vor allem dort eine größere Rolle, wo die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem zu wünschen übrig lässt.
Länder mit der höchsten KI-Nutzung
Länder mit der geringsten KI-Nutzung

Klar ist: Auch wenn die Begeisterung für KI dort wächst, wo die Zufriedenheit insgesamt gering ist, schätzen Europäer den persönlichen Kontakt zu Ärzten und Apothekern weiterhin sehr. Das kommt auch in ihren Vorstellungen zur künftigen Rolle von KI im Gesundheitswesen zum Ausdruck: Am wohlsten fühlen sich Europäer mit dem Gedanken, dass KI administrative und datengetriebene Aufgaben übernimmt – etwa um Termine und Nachsorge zu organisieren (50 Prozent), chronische Erkrankungen zu überwachen (36 Prozent) oder während Arztbesuchen Notizen zu machen (36 Prozent). Knapp jeder Dritte würde KI-Unterstützung auch direkt während der Sprechstunde akzeptieren (30 Prozent).
Trotzdem bleiben 18 Prozent bei ihrer grundsätzlichen Ablehnung von KI im Gesundheitswesen. Ihre größten Vorbehalte sind:
Mehrfachantwort

Fehler oder Fehldiagnosen aufgrund mangelhafter KI-Systeme

Verwendung meiner Gesundheitsdaten ohne mein Wissen

Weniger menschliche Interaktion

Manipulation von oder Voreingenommenheit bei KI-Beratung

Keine Bedenken hinsichtlich KI-Einsatz im Gesundheitsbereich
Europäer übernehmen mehr Verantwortung – aber sie wollen nicht allein dastehen. Wenn medizinische Experten nicht greifbar sind, wenden sich Menschen digitalen Tools und KI zu, um die Lücke zu schließen. Die Zukunft der Gesundheit ist keine Entscheidung zwischen menschlicher Versorgung und Technologie, sie verbindet beides. KI kann Gesundheitsversorgung schneller und intelligenter machen. Doch Vertrauen, Orientierung und echter menschlicher Kontakt müssen im Kern erhalten bleiben.













