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Gute Unternehmensführung

Als international tätiger Konzern unterliegt STADA einer Vielzahl von rechtlichen Rahmenbedingungen. Der regulatorische Rahmen, nach dem das Unternehmen handelt, umfasst neben den gesetzlichen Anforderungen und Regelungen auch die Vorgaben des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, des STADA Code of Conduct und daraus abgeleitete Unternehmensrichtlinien zu bestimmten Themen.

Relevante Themen für die STADA-Wesentlichkeitsanalyse:

  • Unternehmensführung (Corporate Governance)
  • Compliance-Management
    • Unternehmenskultur und Werte
    • Ethisches und gesetzeskonformes Verhalten
    • Achtung der Menschenrechte
    • Datenschutz und Datensicherheit

STADA Code of Conduct

Der Verhaltenskodex von STADA und die Unternehmensrichtlinien dienen nicht nur dem Unternehmen selbst, sondern insbesondere auch den Mitarbeitern als Orientierungshilfe für richtiges Verhalten, wenn sie in ihrer täglichen Arbeit mit rechtlichen oder ethischen Herausforderungen konfrontiert sind. Sie tragen unter anderem auch dazu bei, korruptes Verhalten zu verhindern. Der Verhaltenskodex enthält verbindliche Richtlinien zu Themen wie Korruptionsbekämpfung, fairer Wettbewerb, Toleranz und Respekt sowie zum Umgang mit den Medien. Um die Mitarbeiter mit den Inhalten des Verhaltenskodex vertraut zu machen, werden sie von einem Compliance-Beauftragten durch ein interaktives E-Learning-Programm mit Praxisbeispielen geschult. Auch für die Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften gibt es spezielle Richtlinien. Diese Richtlinien regeln den angemessenen Umgang mit und die Vermeidung von Fehlverhalten jeglicher Art.

Im Jahr 2020 ging es unter anderem darum, die besonderen Herausforderungen für Compliance während der Corona-Pandemie zu bewältigen. Dazu gehörte u.a. die Bewertung der Datenschutzrisiken der Heimarbeit oder der neuen Sicherheitsmaßnahmen wie Corona-Tests. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Compliance-bezogenen Integration nach der Fusion, zum Beispiel von Walmark, einem führenden osteuropäischen Unternehmen im Bereich Consumer Health. Darüber hinaus wurde eine globale (virtuelle) Compliance-Konferenz abgehalten, um den Austausch innerhalb der globalen Compliance-Organisation weiter zu stärken. Zur Unterstützung wurden auch zusätzliche regionale Compliance-Funktionen geschaffen und das Compliance-Know-how im Unternehmen weiter ausgebaut und konsolidiert. Zur weiteren Stärkung des Compliance-Management-Systems wurden globale Vertriebs- und Marketingrichtlinien und eine Aktualisierung der globalen Archivierungsrichtlinien implementiert. Für das Geschäftsjahr 2021 ist eine detaillierte Überprüfung des Compliance-Management-Systems vorgesehen, um im Rahmen des „Best Practice Sharing“ weitere lokale Anpassungen vorzunehmen und das globale Compliance-Management-System weiter zu stärken.

 

Compliance-Management

Um die Einhaltung des geltenden Rechts und der internen Vorgaben zu gewährleisten, hat STADA ein umfassendes Compliance-Management-System eingeführt, das die Hauptbereiche Korruptionsbekämpfung, Wettbewerbsrecht, Exportkontrolle, Geldwäsche und Datenschutz umfasst.

Zentraler Bestandteil ist das Corporate Compliance Office, das als unabhängige und objektive Beratungsstelle fungiert. Es hat die Aufgabe, das Unternehmen vor Vermögensschäden und Reputationsverlusten zu schützen, die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter vor persönlicher Haftung zu schützen und das Entstehen von Wettbewerbsnachteilen zu verhindern. Es überprüft interne und externe Hinweise, klärt Sachverhalte unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit, gibt Empfehlungen zur Optimierung konzerninterner Prozesse und steht in regelmäßigem Informationsaustausch mit anderen Unternehmensbereichen, insbesondere mit dem Internal Audit und dem Risikomanagement. Zusätzlich steht ein Ombudsmann sowohl Mitarbeitern als auch Geschäftspartnern und sonstigen Dritten als neutraler und unabhängiger Ansprechpartner für die Meldung von Verdachtsfällen zur Verfügung. Die Aufgabe des Ombudsmannes ist es, vertrauliche Hinweise entgegenzunehmen und diese mit Zustimmung des Hinweisgebers oder anonym an das Compliance Office weiterzuleiten. Dort wird dann über das weitere Vorgehen in jedem einzelnen Fall entschieden.

Es gibt auch lokale Compliance-Abteilungen, die das Thema dezentral vor Ort bearbeiten und als Ansprechpartner vor Ort fungieren. Sie unterstützen das Corporate Compliance Office und stehen mit diesem in einem intensiven Dialog.

Durch eine regelmäßige Überprüfung des bestehenden Compliance-Management-Systems wird dieses kontinuierlich optimiert und der internationale Austausch unter den Compliance-Beauftragten intensiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein erweitertes Meldesystem für Meldungen von den Tochtergesellschaften an das Compliance Office eingerichtet, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rahmen dieses Systems werden die Meldungen der Tochtergesellschaften zu einzelnen Compliance-Themen gesammelt und ausgewertet, um daraus wiederum neue Optimierungsmaßnahmen abzuleiten. Auch mit dem Internal Audit findet ein regelmäßiger Austausch statt, bei dem Risiken und weitere Optimierungsmaßnahmen besprochen werden.

 

Unternehmenskultur und Werte

Die gemeinsamen Werte von STADA ermöglichen es dem Team, gemeinsam ehrgeizige Ziele zu erreichen und den Erfolg der Zukunft auszubauen. Alle Mitarbeiter von STADA wenden die vier Unternehmenswerte Integrity, Enterpreneurship, Agility und One STADA im täglichen Geschäfts- und Privatleben an. Diese Werte sind das Kernstück der Unternehmenskultur von STADA!

 

Alle Nachrichten, die von STADA im Rahmen der internen Kommunikation veröffentlicht werden, basieren auf diesen Werten. Neben diesen Grundregeln und dem Verhaltenskodex bilden die Vision und der Auftrag von STADA die Basis für alle intern und extern übermittelten Informationen. Das Jahr 2020 war aufgrund der Covid-19-Pandemie eine besondere Herausforderung für die interne Kommunikation. Es war äußerst wichtig, die rund 12.500 Mitarbeiter während der Lockdown-Phasen umfassend auf dem Laufenden zu halten. Das stellte die Abteilung vor neue Herausforderungen. Zusätzliche Maßnahmen wie CEO-Videobotschaften, Sonderausgaben der Mitarbeiterzeitschrift „One STADA News“ oder die Verteilung von Paketen mit Produkten wie Mund-Nasen-Schutz und Vitamin C an alle Mitarbeiter weltweit waren nur einige der Maßnahmen, die umgesetzt wurden.

 

Zusätzlich wurden etwa 1.000 neue Mitarbeiter nach dem Erwerb von Walmark und dem Takeda-Portfolio willkommen geheißen. Ihre Integration wurde durch eine Reihe von Maßnahmen begleitet. So wurden beispielsweise lokale Mitarbeiterversammlungen zur Begrüßung der neuen Mitarbeiter organisiert. Im Fall von Walmark fanden Veranstaltungen gleichzeitig in acht unterschiedlichen Ländern statt, wo ein globales SEC-Mitglied dabei war, um den neuen Teams, zusammengesetzt aus lokalen STADA-Beschäftigten und früheren Walmark-Beschäftigten zu helfen, zusammen zu wachsen.

 

Im zweiten und dritten Quartal wurde besonderes Augenmerk auf eine interne Wachstumsinitiative gelegt, die vor allem darauf abzielt, Entrepreneurship als Unternehmenswert zu fördern und die Mitarbeiter zu motivieren, Business Cases zu entwickeln und diese voranzutreiben. Zu diesem Zweck wurden neben einem virtuellen globalen Leadership-Treffen wichtige Themen für das Intranet und die Mitarbeiterzeitschrift festgelegt.

 

Im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie hatten Sicherheit und Gesundheit sowie die Würdigung der Mitarbeiter oberste Priorität bei der Kommunikation. So informierten der CEO und die lokalen Geschäftsführer regelmäßig und ausführlich über aktuelle Entwicklungen und daraus resultierende Sicherheitsmaßnahmen. Im Intranet verfügten alle Standorte über eigene Corona-Informationszentren, in denen eine Vielzahl von Informationen gebündelt wurde. Eine wichtige Rolle spielte auch die Würdigung der außergewöhnlichen Leistungen, insbesondere der Teams in Produktion, Labor und Logistik. In einer Sonderausgabe der Mitarbeiterzeitschrift bedankten sich SEC-Mitglieder und Kollegen bei ihnen für ihren Einsatz mit kurzen persönlichen Botschaften. Ein Video, das neben den internen Kanälen auch auf externen Kanälen wie der Webseite und LinkedIn zu sehen war, zeigte die Mitarbeiter, die die ganze Zeit in den Produktionsanlagen arbeiten. Das hat ihr enormes Engagement für den wichtigsten Auftrag von STADA in dieser außergewöhnlichen Zeit bestätigt: #KeepSupplyingMedicines.

 

Auch wenn persönliche Treffen aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich waren, gab es zahlreiche virtuelle Treffen, die die Möglichkeit boten, miteinander zu kommunizieren und den persönlichen Austausch nicht nur zu pflegen, sondern auch zu fördern. So fand Ende Juli zum ersten Mal ein virtuelles globales Mitarbeitertreffen statt, bei dem der CEO auch per Live-Chat Fragen beantwortete. Die verschiedenen Abteilungen, darunter Global Communications und HR, organisierten ebenfalls virtuelle Treffen, um die Teams in den Ländern über strategische und thematische Prioritäten zu informieren.

 

Ethisches und gesetzeskonformes Verhalten

 

Achtung der Menschenrechte

Das Unternehmensziel, wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit ethischer Verantwortung zu erzielen, spiegelt sich auch im Verhaltenskodex von STADA wider, der den Mitarbeitern insbesondere für das richtige Verhalten bei rechtlichen oder ethischen Herausforderungen Orientierung bietet. Er enthält zum Beispiel Verhaltensrichtlinien für den Umgang miteinander und mit Dritten sowie Regeln zu Toleranz, Respekt und Diskriminierung. Darüber hinaus stellt der Verhaltenskodex ausdrücklich fest, dass STADA seine Produkte in Übereinstimmung mit allen einschlägigen Vorgaben vermarktet und verkauft und den Einsatz von Zwangs- oder ausbeuterischer Kinderarbeit in jeglicher Form untersagt.

Verträge, die seit dem Geschäftsjahr 2016 im Rahmen der Konzernrichtlinien verhandelt und im Zusammenhang mit der Produktion von Fertigwaren ausgehandelt wurden, enthalten zusätzliche Klauseln zum Thema Corporate Social Responsibility. Dadurch haben sich STADA und seine Lieferanten verstärkt zur Einhaltung der zehn Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet. Das schließt auch die Verpflichtung ein, Menschenrechte zu schützen und zu achten und zu gewährleisten, dass sich keine Partei an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig macht. Darüber hinaus haben sie sich zur Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit und von Kinderarbeit verpflichtet. Im Rahmen einer zunehmend nachhaltigen Zusammenarbeit mit STADA-Lieferanten wurde im Berichtsjahr geprüft, wie die Einhaltung grundlegender Umwelt- und Sozialstandards verbessert und ggf. überwacht werden kann. Daraus resultierten mögliche Evaluierungsansätze wie Selbstauskünfte (z.B. in Form von Fragebögen) und Audits an. Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist es daher, eine Option für die Überprüfung von Lieferanten in Bezug auf das Thema Corporate Social Responsibility in die Verträge mit Lieferanten zu integrieren.