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Verantwortungsvolle Unternehmensführung und Compliance

Als international tätiger Konzern ist STADA einem breiten Spektrum an rechtlichen Rahmenbedingungen unterworfen. Ihre Einhaltung ist das Fundament einer verantwortungsvollen, nachhaltigen und erfolgreichen Unternehmensführung – denn ungesetzliches Verhalten oder bereits der Anschein einer Rechtsverletzung kann die Reputation und Marktposition des Unternehmens nachhaltig schädigen und dadurch großen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Aus diesem Grund bestimmen die Grundsätze einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung das Handeln der Leitungs- und Aufsichtsgremien von STADA. Darüber hinaus umfasst der regulatorische Rahmen, in dem das Unternehmen agiert, neben den gesetzlichen Vorschriften und weiteren Regelwerken auch die Vorgaben ihres internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems, den STADA-Verhaltenskodex Code of Conduct sowie die daraus abgeleiteten, themenspezifischen Corporate Policies.

STADA-Verhaltenskodex

STADAs Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie ihre Corporate Policies dienen nicht nur dem Unternehmen selbst, sondern insbesondere auch seinen Mitarbeitern während ihrer täglichen Arbeit als Orientierung für richtiges Verhalten bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen. Darüber hinaus sollen sie dabei helfen, u.a. korruptivem Verhalten vorzubeugen. Der Code of Conduct beinhaltet verbindliche Verhaltensregeln zu Themenbereichen wie etwa Anti-Korruption, fairem Wettbewerb, sozialen Geboten hinsichtlich Toleranz und Respekt sowie zum Umgang mit Medien. Um Mitarbeiter mit den Inhalten des Verhaltenskodex vertraut zu machen, werden sie durch das Compliance Office bspw. im Rahmen eines interaktiven E-Learning-Seminars einschließlich praxisnaher Fallbeispiele geschult. Für die Zusammenarbeit mit Heilberufsangehörigen bestehen darüber hinaus spezielle Richtlinien, die als Verhaltensmaßstab für den ordnungsgemäßen Umgang mit etwa Zuwendungen, Einladungen und ähnlichen Sachverhalten dienen und so jegliches Fehlverhalten vermeiden sollen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden die internen Kommunikationsmaßnahmen in Bezug auf Compliance-Themen sowie die Werte von STADA auf globalem und lokalem Level weiter ausgebaut und intensiviert, bspw. durch regelmäßige Newsletter und Intranet-Beiträge. Zudem wurden im Berichtsjahr eine Vielzahl von globalen Policies, wie bspw. die Anti-Bribery und die Antitrust-Policy, verabschiedet oder aktualisiert, um das Compliance-Management-System weiter zu stärken.

Für das Geschäftsjahr 2020 ist u.a. eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit und des Austauschs innerhalb der globalen Compliance Organisation geplant, bspw. durch ein globales Meeting.

Compliance-Management

Um die Einhaltung geltenden Rechts sicherzustellen, hat STADA ein umfassendes Compliance-Management-System implementiert, das die Kernfelder Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Exportkontrolle, Geldwäsche und Datenschutz umfasst.

Ein wesentlicher Bestandteil des Compliance-Management-Systems bei STADA ist das Corporate Compliance Office, das sich als unabhängiger und objektiver Berater versteht. Seine Aufgabe besteht darin, das Unternehmen vor finanziellen und reputationsbezogenen Schäden zu schützen, STADAs Management und ihre Mitarbeiter vor persönlicher Haftung zu bewahren und das Entstehen von Wettbewerbsnachteilen zu verhindern. So verfolgt es interne und externe Hinweise, klärt Sachverhalte unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsprinzips auf, spricht Empfehlungen zur Optimierung unternehmensinterner Abläufe aus und steht im regelmäßigen Informationsaustausch mit anderen Fachbereichen, insbesondere der Internen Revision und dem Risikomanagement. Zudem steht sowohl Mitarbeitern als auch Geschäftspartnern und sonstigen Dritten ein neutraler und unabhängiger Ombudsmanns als Ansprechpartner für die Meldung von Verdachtsfällen zur Verfügung. Seine Aufgabe besteht darin, Hinweise vertraulich entgegenzunehmen und diese nach Zustimmung des Hinweisgebers oder anonymisiert an das Compliance Office weiterzuleiten. Im Einzelfall wird dann über das weitere Vorgehen entschieden.

Dezentral gibt es separate Compliance-Abteilungen, die das Thema lokal betreuen und als Ansprechpartner vor Ort agieren. Sie unterstützen das Corporate Compliance Office und stehen mit ihm in einem intensiven Dialog.

Durch eine regelmäßige Überprüfung des bestehenden Compliance-Management-Systems soll dieses kontinuierlich optimiert und gleichzeitig der internationale Austausch zwischen den Compliance-Verantwortlichen weiter intensiviert werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein erweitertes Reporting durch die Tochtergesellschaften an das Compliance Office aufgesetzt, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rahmen dessen werden Angaben der Tochtergesellschaften zu den einzelnen Compliance-Themenfeldern eingeholt und ausgewertet, um daraus wiederum neue Optimierungsmaßnahmen ableiten zu können. Dieses Reporting wurde auch im Geschäftsjahr 2019 weiterentwickelt. Gleichzeitig findet fortlaufend eine systematische Bestandsaufnahme und Bewertung einzelner Standorte hinsichtlich ihrer Aufstellung im Bereich Compliance statt – bspw. durch so genannte „Readiness Assessments“ oder Audits im Bereich Compliance mit dem Ziel, die konzernweite Compliance-Organisation sukzessive zu stärken. Nach der Implementierung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Geschäftsjahr 2018 lag der Fokus in 2019 neben allgemeinen Compliance-Reviews insbesondere auf der Überprüfung der Umsetzung dieser Verordnung.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System

Grundlage verantwortungsvoller Unternehmensführung ist ferner STADAs internes Kontroll- und Risikomanagement-System, das den verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken sicherstellen soll. Es versetzt den Vorstand in die Lage, konzernweit Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen, um dadurch unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils reagieren zu können. Dabei sind sämtliche Abteilungen an das Risikomanagement-System angeschlossen, so dass eine flächendeckende Risikoüberwachung – einschließlich der Überwachung potenzieller Risiken aus den nichtfinanziellen Themenfeldern – ermöglicht wird.

Grundlage verantwortungsvoller Unternehmensführung ist ferner STADAs internes Kontroll- und Risikomanagement-System, das den verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken sicherstellen soll. Es versetzt den Vorstand in die Lage, konzernweit Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen, um dadurch unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils reagieren zu können. Dabei sind sämtliche Abteilungen an das Risikomanagement-System angeschlossen, so dass eine flächendeckende Risikoüberwachung – einschließlich der Überwachung potenzieller Risiken aus den nichtfinanziellen Themenfeldern – ermöglicht wird (vgl. „Chancen- und Risikobericht – Internes Kontroll- und Risikomanagement-System für den Konzernrechnungslegungsprozess [Bericht gemäß §§ 289 Absatz 4, 315 Absatz 4 HGB]“).